Die Baustelle der neuen Pfahlbauten am Ordinger Strand sorgt bei einigen Einheimischen für Stirnrunzeln. Traditionell stehen die Bauten auf zehn Meter hohen Pfählen, die zur Hälfte im Sand versenkt werden. So dick die Pfähle auch sind, bei schweren Stürmen schwanken sie ganz leicht, weil sie elastisch nachgeben.

Diesmal aber sind in den Boden Metallhülsen eingelassen worden, in die die Pfähle einzementiert werden. Die Befürchtung der Kritiker ist, dass an der Stelle, wo das elastische Holz nicht mehr von der starren Hülse umgeben ist, unbeabsichtigt ein besonders empfindlicher Angriffspunkt eingebaut wird und deshalb frühzeitig Schäden auftreten werden.

Man wird sehen.

Die neuen Versorgungsgebäude an den Strandabschnitten Ording und Ording-Nord werden notwendig, weil an diesem Bereich das Meer jährlich sechs bis acht Meter vorrückt – an anderen Stellen wächst der Strand.

In den nächsten Jahren müssen dann auch die Strandrestaurants Silbermöwe und Strandbar 54Grad Nord zurückverlegt werden. Jetzt sind sie noch nicht betroffen.

jek, 9.5.2018