Zwiebelmuscheln kommen als „Müll-Touristen“ an unsere Küsten. Sie stammen nämlich aus Westeuropa und haben sich als Larven an vorbeidriftendes Treibgut angeheftet, zum Beispiel an Plastik-Fischkisten. Es sind hochinteressante Gäste. Wir erkennen sie als kleine weiße Deckelchen mit ein bis zwei Zentimeter Durchmesser. Die eine Schalenklappe ist flach und hat sich mit einem Kalkstab an den Untergrund festgeheftet. Die andere Klappe bildet das Deckelchen und wölbt sich schützend über den Weichkörper. Der Name Zwiebelmuschel kommt von der oft silbrig-weißen Farbe und einem Muster wie halbierte Zwiebel. Ein bis zwei Tage nach Anlandung hebt sich die obere Klappe und es riecht nach toter Muschel.

Borcherding/Schutzstation Wattenmeer/jek, Foto: Rainer Schulz, 28.2.2018