Im Jahresschnitt 2018 waren mehr als ein Drittel der Züge zwischen Niebüll und Westerland unpünktlich oder fielen aus. Nur langsam wird es besser. Dabei vermeidet die Deutsche Bahn ein einfaches Mittel, um die Pünktlichkeit wenigstens etwas zu erhöhen. Opfer sind neben den Urlaubern vor allem Sylter Unternehmern sowie die Berufspendler, von denen viele ihren Arbeitsplatz auf Sylt bahnbedingt aufgeben mussten.
Das einfache Mittel zur Verbesserung wäre die Streichung von Sylt Shuttle Plus, der Kombination von einem Triebwagen mit einem Autozug. Die unglückselige Vermischung führt zu völlig überflüssigen Rangierfahrten auf den sowieso überlasteten Sylter Bahngeleisen. Sylt Shuttle Plus entstand aus Trotz gegen die Zulassung von Konkurrenz im Jahr 2015. Auf Anfrage hin hält sich das Kieler Verkehrsministerium bedeckt („formal nicht den geringsten Einfluss“). Der Bürgermeister der Gemeinde Sylt, Nicolas Häckel, spricht dagegen sehr deutlich von einer Belastung für das ohnehin schon ausgelastete Schienennetz und sieht im Bahn Shuttle Plus „keine Verbesserung der Reisemöglichkeit“.
Es ist schon ein starkes Stück, was sich das bundeseigene Unternehmen Deutsche Bahn da leistet.
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Foto (Ausschnitt) K. Jähne / Wikipedia : Dieseltriebwagen BR 628